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GeschichteBrockhaus 1882

Gallus (Gajus Vibius Trebonianus, röm. Kaiser 251—254), ein Römer aus Perusia, war im J. 249 n. Chr. als röm. Legat an der untern Donau mit dem Schutze Mösiens gegen die Goten betraut und wurde nach des Kaisers Decius 6nmitd in der Schlacht bei Abritum (im Nov. 251) mit dem Purpur geschmückt, worauf er einen Sohn des Decius und seinen eigenen zu Cäsaren erhob. Der schimpfliche Frieden, den er mit den Goten schloß, zog ihm den schlimmen Vorwurf zu, er habe durch Verrat eine Schuld an dem Tode des Decius auf sich geladen. Als er 252 sich von der Donau nach Rom begeben hatte und nun sein Nachfolger in Mösien, der Legat M. Ämilius Amilianus, zu Anfang des J. 253 einen neuen Einfall der Goten glücklich abgewiesen hatte, erhoben in der Mitte dieses Jahres die Legionen des Amilianus diesen zum Gegenkaiser. AÄmilian rückte nach Italien vor, und als es zu Anfang des Febr. 254 bei Interamna (Terni) zwischen ihm und G. zur Schlacht kommen sollte, wurde G. von seinen eigenen Offizieren getötet, die nun dem Gegenkaiser huldigten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 496Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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