FeedGarbenbindmaschine
TechnikBrockhaus 1882

Garbenbindmaschine dient zum Binden des gemähten Getreides. In Amerika, wo um 1870 die ersten G. in Anwendung kamen, hatte man deren zwei Arten, eine besondere Maschine, welche das von der Getreidemähmaschine abgebrachte, nur in Haufen auf dem Felde lagernde Getreide aufband, sowie eine mit der Mähmaschine verhundene Vorrichtung, welche das Binden unmittelbar im Anschluß an das Abschneiden der Halme, vom Tische der Mähmaschine fort, vornahm. Da die selbständige G. einen bedeutenden Ausfall an Körnern mit sich brachte, so ist man in neuerer Zeit ganz zur zweiten Art übergegangen; die in Deutschland in geringer Anzahl thätigen G. gehören lediglich der zweiten Gruppe an. Das Binden des Getreides durch die G. erfolgt mittels eines äußerst komplizierten Mechanismus, welcher in der Hauptsache das Zusammenfassen der Halme, das Umwinden derselben mit Draht oder dergleichen, das Würgen der Enden des letztern und das Abschneiden dieser Enden ausführt. Als Bindematerial benutzt man Draht oder Bindfaden. Der bessern Arbeit wegen ist der erstere vorwiegend in Gebrauch, hat aber den Nachteil der größern Kostspieligkeit und der Gefährlichkeit für das Vieh, welches den Draht beim Verfüttern des Strohes leicht verschluckt. Vgl. Wüst, Landwirtschaftliche Maschinenkunde » (Berl. 188).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 533Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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