Gaußen (Ludw.), reform. Theolog, geb. 25. Aug. 1790 zu Genf, studierte in Genf und wurde 1816 Pfarrer zu Satigny bei Genf. Der Bewegung der Orthodoxen gegen die genfer Staatskirche schloß sich G. sofort energisch an, begründete die Evangelische Gesellschafto und veranlaßte 1831 die Gründung einer freien theol. Schule. Deshalb ward er seines Amtes entsetzt und aus der Staatskirche ausgeschlossen. Im J. 1836 übernahm er die Professur der Dogmatik an der freien theol. Schule und wirkte als Prediger und Schriftsteller mit gleichem Eifer für die calvinische Rechtgläubigkeit. Er starb 18. Juni 1863. Von seinen Schriften sind zu nennen: «Le canon des Saintes Ecritures sous le double point de vue de la science et de la foip (2 Bde., Lausanne 1860). Vgl. H. von der Goltz, „Die reformierte Kirche Genfs im 19. Jahrh.v (Basel 1861). [Buddhas (s. d.).