Gegenort, jedes Ort von zwei oder mehrern Ortern, die behufs rascherer Herstellung eines Grubenbaues einander entgegengetrieben und zum Durchschlage gebracht werden, diese Betriebsweise heißt der Gegenortsbetrieb und findet hauptsächlich Anwendung bei langen Stollen, Abbau⸗ und Feldstrecken, Tunneln u. s. w., um dieselben in möglichst lurzer Zeit zugleich von verschiedenen Angriffspunkten aus zur Durchführung zu bringen; hierbei macht sich die Verteufung von besondern Lichtschächten, Lichtlöchern oft notwendig.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 653Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei