FeedGeilfus
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Geilfus (Georg Alexander Friedrich Franz), schweiz. Historiker, geb. 24. Jan. 1815 in Lamperteim, besuchte die Gymnasien in Worms und Darmadt, studierte seit 1833 in Gießen Mathematik, Naturwissenschaften und Kameralia, sah sich aber wegen seiner Theilnahme an den burschenschaftlichen Bestebungen genötigt nach Straßburg zu flüchten. Von hier begab er sich nach Zürich, legte das Examen als Sekundärlehrer ab und erhielt 1837 eine Anstellung an der Sekundärschule Turberthal im Tößthale. Im J. 1818 als Lehrer für Geschichte und Geographie in Winterthur angestellt, wurde er 1856 Rektor der gesamten Schulen der Stadt, bekleidete das Rektorat bis 1868 und trat 1876 in den Ruhestand. Sein Hauptwerk ist Helvetia. Vaterländische Sage und Geschichte (4. Aufl., Zür. 1879). Kleinere I sind: »Der Stadtrechtsbrief, welchen der Graf Rudolf von Habsburg 1264 denen von Winterthur ertheilter auas 1864), Joachim von Watt, genannt Vadianus, als geogr. Schriftsteller » (Winterth. 1865), „Briefe von Wolfgang Dieterich Sulzer, weiland Stadtschreiber von Winterthurn (Winterth. 1866), Zur Entstehungsgeschichte des Eidgenössischen Bundeso (Winterth. 1872), «Bullingers Erzählung des Sempacher Kriegsv (Winterth. 1865), Lose Blätter aus der Geschichte von Winterthur im 16. Jahrh. v (Winterth. 1867—71), Kulturgeschichtliches von Winterthur aus dem 18. Jahrh. (Winterth. 188²).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 684Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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