Genesios (Joseph), byzantinischer Historiker im 10. Jahrh., ein Mann von vornehmer (wahrscheinlich armenischer) Abkunft, schrieb auf Antrieb des Kaisers Konstantin VII. Porphyrogennetos (zwischen 948 und 959 n. Chr.) die Reichs-und Kaisergeschichte von dem Antritt Leos V. bis zum Tode des ersten Basilios. Herausgegeben wurde das Werk von Lachmann in dem bonner «Corpus scriptorum historiae enésis (grch.), d. h. Zeugung, Entstehung, alexandrinisch: Schöpfung, wurde von den Siebzig Dolmetschern das erte Buch Mosis genannt, weil dasselbe mit der Schöpfung der Welt beginnt. Es enthält die Urgeschichte der Menschheit und die Vorgeschichte des Volkes Israel (Geschichte der drei Stammväter bis zur Niederlassung der Familie akobs in Agypten). Nach der orthodoxen Ansicht ist die G. ebenso wie die übrigen vier Bücher Mose von Moses verfaßt. dch i d haben die verschiedenen Bestandteile, die sich in dem Buche unterscheiden lassen, die Beziehungen auf spätere Verhältnisse und andere innere Gründe die Kritik 47 zu der überzeugung geführt, daß dasselbe erst lange nach Moses zusammengestellt ist. Über die Hauptbestandteile des gegenwärtigen Buchs, welche gewöhnlich als die Ait ie und die Jehova-Urkunde bezeichnet werden, ist jedoch die Bibelkritik noch lange nicht zu einem abschließenden Ergebnisse gekommen. Altere Stücke sind auch in der spätern Überarbeitung noch aufgenommen worden, von denen aber keins bis auf die Zeit von Moses hinaufreicht. Die letzte Redaction fällt frühestens mit der Abfassung des gegenwärtigen fünften Buches Mose zusammen, ist jedoch wahrscheinlich erst im 5. Jahrh. v. Chr. erfolgt. (S. Pentateuch.) Die besten Kommentare zur G. haben Tuch (Halle 1839; 2. Aufl. 1871, von Merx) und Knobel (4. Aufl. von Dillmann, Lpz. 1882) verfaßt.