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Sagen & MythenBrockhaus 1882

Ges, s. Göß. Gesalbter. Dieser spezifisch religiöse Ausdruck ist im Alten Testament von dem Rophetet Gottesvolke Israel, speziell von dessen Propheten, Prietern und Königen, dann im Neuen Testament und in nachbiblischen Schriften der Juden in die Prolicher Weise ausschließlich von dem durch die Propheten geweissagten idealen Könige aus Davids Geschlecht gebraucht, welcher als ader Gesalbte des Herrno (Messias Jahveso) das Gottesreich in seiner Vollendung (das goldene Zeitalter) auf Erden herstellen werde, und wurde daher im Neuen Testament und in der christl. Kirche als Eigenname,‚ hebr. Messiaso (s. d.), griech. «Christuso 6. d.), auf die Person Jesu von allhen als des mit dem heiligen Gottesgeiste Gesalbten übertragen. (S. auch Salbung.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 863Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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