Geschlechtsregister oder Stammbäume spielen bei den Juden, besonders bei den königlichen und den priesterlichen Geschlechtern eine wichtige Rolle. Die biblischen Geschichtsbücher führen nicht nur die Abkunft Abrahams, des Stammvaters von Israel, durch sagenhafte Register auf die Urväter der Menschheit, zuhöchst auf Adam zurück, sondern teilen auch zahlreiche sonstige Stammbäume hervorragender Persönlichkeiten mit. In den Evangelien sind bei Matthäus (1, 1—27) und bei Lukas (3, 23—38) zwei G. Jesu mitgeteilt, welche beide die Abkunft Jesu von dem Hause David nachweisen wollen, das eine durch die königliche Linie, das andere durch die Nebenlinie des Nathan, eines jüngern Sohnes des David. Beide G. sind übrigens Stammbäume Josephs, der nach der ältesten judenchristl. Anschauung als leiblicher Vater Jesu galt.