Gilbertinseln, ein von NW. nach SO. 850 km langer Archipel im Großen Ocean, im SSO. von den Marshallsinseln, von 3 22 nördl. Br. bis 40 südl. Br., zählt auf 430 àkm 35 200 E. Es sind 18 niedrige Koralleninseln, von denen nur 2 ohne Lagunen sind, überdies die trockensten in Mikronesien; sie besitzen nur Kokos-und Pandanushaine und eine arme Fauna. Das Klima ist gesund. Sie zerfallen in vier Gruppen: die nördliche oder die Scarboroughinseln (die größten Apaiang oder Charlotte und Tarawa oder Knoy von je 40 akm Flächeninhalt), die mittlere oder die Simpsoninseln (drei kleine), die südliche oder die B ischofsinseln und die beiden südlichsten Inseln, die Kingsmill. Arorai oder Hopeinsel hat 30 alm mit 600C., wovon 268 Protestanten; Nukunau oder Byroninsel 25 alem mit 2000 prot. E.; Peru oder Franzisinsel 35 akm mit 2500 E., wovon 789 Protestanten; Onoatoa oder Clerksinsel 25 Km mit 950 E., wovon 173 Protestanten; Tamana oder Rotcherinsel 10 akm mit 500 E.; Nawodo oder Pleasant-Island, auf 5 qkm 1400 E. Die Inseln Makin (7akm) und Maraki (25 qlem) gehören den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Bewohner sind von Farbe die dunkelsten, groß kräftig; sie gehen nackt und tätowieren sich. Bei ihnen herrscht die Polygamie. Zuerst entdeckt wurde die Insel Nukunau 3. Juni 1765 durch Kapitän Byron; die nächsten Entdeckungen machten die Schiffe Scarborough und Charlotte unter den Kommandeuren Marshall und Gilbert. Im J. 1799 wurde eine Karte des Archipels gezeichnet durch die Offiziere Simpfon und Bass von dem Schiffe Nautilus, Kapitän Bishop. Die beste und ausführlichste Beschreibung lieferte Kotzebue; nächstdem 1841 die amerik. Expedition unter Kapitän Wilkes.