Girardin (Jean Pierre Louis), Chemiker, geb. 16. Nov. 1803 zu Paris, trat 1821 in das pharmaceutische Centrallaboratorium der Hospitäler von Paris, 1825 in das chem. Laboratorium von Thenaro am Lollege de France und wurde 1828 ff zum Professor der angewandten Chemie in Rouen ernannt. Der große Beifall, den hier seine Vorlesungen fanden, veranlaßte ihn, 1835 einen Sonntagskursus der angewandten Chemie für Arbeiter u eröffnen. Im J. 1838 erhielt er an der auf seine Veranlassung neu gegründeten Landwirtschaftsschule zu Rouen die Professur der Agrikulturchemie 1848 begann er seine Vorlesungen über den Dünger im Depart. Niederseine und übte dadurch einen großen Einfluß auf die Fortschritte der Kultur der Normandie aus; 1858 erhielt er eine Professur der Chemie in Lille; 1858 wurde er Rektor der Akademie zu Clermont. Unter seinen Schriften sind zu nennen: «Considéxations générales sur les appliquée aux sciences chimiques o (2 Bde., Par. 1826), 4Mémoires de chimie appliquée à Pindustrie, à Pagriculture etc. „ (Par. 1839), Chimie agricoles (Caen 1844), &Legons de Chimie élémentaire (5. Aufl., 5 Bde., Par. 1872—75),. Manuel de Chimie appliquées (Brüss. 1851).