FeedGlykogen
NaturlehreBrockhaus 1882

Glykogen (C„HI05, eine der Stärke und dem Dextrin nahestehende Verbindung, welche im lebenden Tierkörper erzeugt wird und sich in reichlichster Menge in der Leber während des Verdauungsprozesses findet. Zur Darstellung wird die ganz frische, noch warm aus dem Körper des während der Verdauung geschlachteten Tiers genommene Leber rasch zerhackt, in lebhaft kochendes Wasser geworfen und mehrmals mit kochendem Wasser extrahiert. Die geklärte Flüssigkeit wird dann, um gelöste Eiweißstoffe, Leim und sonstige Substanzen zu ent-Iren abwechselnd mit kleinen Mengen von Salzäure und Lösung von Quecksilberiodid in Jodkalium versetzt, bis kein Niederschlag mehr entsteht, und nach der Gdabei mit Alkohol gefällt. Das G. scheidet sich dabei als rein weißer Niederschlag ab, der mit Alkohol gewaschen wird. Das G. ist leicht in Wasser, nicht in Alkohol und Ather löslich. Seine e Doales Lösung ist nie klar, sondern zeigt deutliche Opaleszenz, die jedoch auf Zusatz von Alkali verschwindet. Es hat ein sehr starkes rechtsseitiges Drehungsvermögen für den polarisierten Lichtstrahl. Durch tierische Fermente, Speichel, Pankreas, Lebergewebe wird es leicht in Dextrin und Maltose verwandelt, beim Kochen mit Säuren liefert es Traubenzucker. [kohol.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 128Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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