Glyeyrrhizin, Glycion, Süßholzzucker, ein Glukosid C.H3605, welches als Ammoniakverbindung in der Süßholzwurzel, von Glycyrrhiza glabra und G. echinata und dem daraus bereiteten Extrakt, dem Lakritzen, sowie in der Monesiarinde, von Chrysophyllum glycyphleum vorkommt und diesen den süßen Geschmack erteilt. Dieser Geschmack ist aber nur der Ammoniakverbindung eigen; scheidet man das Glukosid daraus durch Säuren ab, so erhält man es als in Wasser kaum lösliche, zusammenklebende, geschmacklose Masse.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 128Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei