FeedGodeau (Antoine)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Godeau (Antoine), franz. Schriftsteller, geb. zu Dreux 1605, war der Vetter Conrarts, des ständigen Sekretärs der Académie française. Er beteiligte sich eifrig an den Arbeiten der Conrartschen IIIrIn und war daher einer der ersten Akademiker. Im Hötel de Rambouillet genoß er einen großen Ruf, er war das Orakel des gelehrten Cirkels und erhielt wegen seines Geistes, seiner Galanterie und seiner kleinen Gestalt den Beinamen „Nain de Julie (d. h. Zwerg des Fräulein von Rambouillet). Im J. 1636 wurde G. von Richelieu, der seine Dichtungen schätzte, zum Bischof von Grasse ernannt. Seine Werke, die von seinen Zeitgenossen als Muster angesehen wurden, sind in Vergessenheit geraten; zu nennen sind: Discours sur les œuvres de Malherben (1629), KParaphrase des epitres canoniques (1640), & Paraphrase des epitres de Saint-Paulo (1641) u. s. w. G. starb zu Vence 21. April 1672.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 146Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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