Goes (Hugo van der), berühmter niederländ. Maler, Schüler und Nachfolger des Jan van Eyck. über sein Leben weiß man wenig Sicheres. Gent scheint der Hauptschauplatz seiner Thätigkeit gewesen zu sein; doch nennen ihn die Italiener Ugo d'Anversa (Hugo von Antwerpen). In Gent soll er die Geschichte der klugen —11 so schön in Öl auf die Mauer im Hause des Bürgers Jakob Weytens gemalt haben, daß dieser ihm seine schöne Tochter zur Frau gab, deren Abbild er in der Abigail vorgestellt hatte. Aus Schmerz über den Tod dieser geliebten Lebensgefährtin soll er ins Kloster von Rodendale bei Brüssel gegangen und dort 1482 im Irrsinn gestorben sein. Sein Hauptbild befindet sich in der Kirche Sta.⸗Maria Nuova in Florenz und stellt die Geburt Christi mit den anbetenden Hirten und einer Engelsgruppe darüber dar; es wurde für die Familie Portinari gemalt. In den Uffizien befindet sich eine thronende Madonna zwischen musizierenden Engeln; in der Pinakothek zu München ein Aetle m in waldiger Felsgegend neben einer uelle, mit Namen des Malers und der Jahreszahl 1472. Ihm zugeschrieben und allerdings auch seinem Stil entsprechend sind die Bilder der Innenseiten des großen Reliquienschranks im Dome von Aachen. Im berliner Museum wird eine Verkündigung, in München ein Bild desselben Gegenstandes ihm beigelegt. Seine Bilder erreichen nicht die Farbentiefe Eycks, sind auch von wenig gefälligen Formen, aber von großer Lebenswahrheit im Ausdruck. oät (grch.), Zauberer; Goätie, Zauberei, Geisterbeschwörung; gostisch, zur Zauberei gehörig. [Figur des ital. Theaters.