Gottesgab, Städtchen im nördl. Böhmen, Bezirkshauptmannschaft und Gerichtsbezirk Joa4½ nahe der sächs. Grenze, mit (1881) 1341 „deutscher Zunge, die wegen des rauhen Klimas neben spärlicher Viehzucht zumeist auf die Hausindustrie angewiesen sind. Das Städtchen liegt 1015 m hoch auf einem unwirtbaren Moorplateau. WMährend die Vetnahe Bevölkerung im Spitzenklöppeln und Weißnähen Erwerb sucht, 0 ein großer Teil der Männer in die Fremde als Musiker oder als Hausierhändler. Den Namen erhielt der Ort von frommen Bergleuten, die dort ehemals reichlich Silber fanden, früher hieß er Wintersgrün. Der Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen gab der Stadt 1534 eine Bergfreiheit und 1546 das Recht einer freien 8 Wdeich raft eines mit dem Kurfürsten Moritz abgeschlossenen Vertrags kam G. 1556 an Böhmen. Der Bergbau ist schon seit Beginn des 19. Jahrh. eingestellt. Durch eine Feuersbrunst 1808 verarmten die Bewohner. In der jüngsten Zeit sucht man die Spitzenindustrie zu heben; es bestehen zwei Maschinenstickereifabriken und eine Klöppelschule.