FeedGozlan (Léeon)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Gozlan (Léeon), franz. Romanschriftsteller und Theaterdichter, geb. 21. Sept. 1803 zu Marseille, wandte sich, 18 Jahre alt, nach Algier und von da nach dem Senegal, wo er Handel trieb. Nach der Rückkehr in seine Vaterstadt erhielt er eine Lehrerstelle am Gymnasium und ergänzte nun beim Unterrichten anderer seine eigenen mangelhaft gebliebenen Kenntnisse. Im J. 1828 ging er nach Paris, wo er seine ersten schriftstellerischen Arbeiten im Journol LIncorruptibler veröffentlichte, von dem er zum Figaroy und Corsaire überging. Er veröffentlichte an Romanen und Novellen: Le notaire de Chantilly⸗ dunar „Les Méandreso (1837), eine Novellensammlung; Le médecin du Pecqo (1839), ein Charakterroman; «Aristide Froissardo (1843), „Les chäteaux de France (4 Bde., 1844), 4Le dragon rougeo, „Les nuits du Pére Lachaisen, Histoire de 130 femmeso, «La comtesse de Brenneso, La famille Lamberto u. s. w. Außer seinen Romanen, Erzählungen und Novellen, die fast alle ins Deutsche übersetzt wurden, dichtete er viele Dramen und Vaudevilles: La main droite et la main gaucher (1842), Le lion empaillér, Une tempéte daus un verre d'eau, Un cheveu blondy, (1848 —58). G. schrieb gewandt und geistreich, aber seine Darstellung leidet an zu großem Bilderreichtum. Er starb in Paris 14. Sept. 1866.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 252Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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