FeedGrasberger (Hans Nepomuk)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Grasberger (Hans Nepomuk), österr. Dichter und Publizist, geb. 2. Mai 1836 zu Obdach in Steiermark, wurde 1848 Sängerknabe im Benediktinerstift St. Lamprecht, besuchte das Gymnasium zu Klagenfurt und studierte 1856 — 59 die Rechte zu Wien. Er beteiligte sich Ostern w1859 an einer Pilgerfahrt nach Jerusalem, die er für den 4Osterr. Volksfreund » litterarisch verwertete, und trat nach der Rückkehr bis 1864 in die Redaction dieses Blattes ein. Seit 1865 gehört er der Redaction der „Pressev an, für die er von 1867 bis 1873 Reiseberichte u. s. w. aus Italien schrieb. Eine poetische Frucht seiner Reisen war außerdem die Nachdichtung der Rimey Michelangelos (Brem. 1872) und die »Sonette aus dem Oriento (Schaffh. 1864; 3. gänzlich umgearbeitete Aufl., Brem. 1873), die zuerst unter dem Pseudonym Karl Birkenbühl erschienen. Seine übrigen lyrischen Dichtungen erschienen in den Sammlungen „Singen und Sagen (Wien 1869), Aus dem Karneval der Liebe v (Stuttg. 1873), 4Zan Mitnehm. Gedichte in steirisch-kärntnerischer Mundarty (Wien 1880).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 302Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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