Gude (Hans Frederik), Landschaftsmaler, geb. zu Kristiania 13. März 1825, studierte unter Leitung Joh. Wilh. Schirmers an der Akademie zu Düsseldorf und erhielt 1852 die goldene Medaille der berliner Akademie. Von Düsseldorf, wo er 1854 Professor der Akademie wurde, ging er 1864 in gleicher Eigenschaft nach Karlsruhe. Das Hochgebirge Norwegens, die schwermütige Ode nordischer Fiords, das wilde Klippenwerk der Küste weiß er mit großer Meisterschaft zu schildern. Solche Landschaften liebt der Künstler mit harmonisch gewählten Staffagen zu beleben, wie mit einem Hochzeits- oder Leichenzug der Bauernbevölkerung, Seeleuten, Fischern u. s. w., bei deren Ausführung ihm bis 1862 der Genremaler Tidemand zur Seite stand. Von seinen Bildern aus dem Gebiete der deutschen Landschaft ist hervorzuheben das große Gemälde des Chiemsee (Gemäldesammlung der Akademie in Wien). G. ist seit 1880 Leiter der Meisterschule für Landschaftsmalerei an der Akademie in Berlin.