FeedHaarsalz oder Halotrichit
NaturlehreBrockhaus 1882

Haarsalz oder Halotrichit, ein Mineral, dessen haar⸗ und nadelförmige Krystalle zu seidenglän-Träme weißen, gelblichen oder grünlichen Krusten, rümern, traubigen und nierförmigen Aggregaten von faseriger oder schuppiger Struktur verbunden sind. Es bildet sich da, wo Schwefelsäure auf Thonerde wirkt, insbesondere im Braunkohlengebirge (GKolosoruk in Böhmen, Friesdorf bei Bonn, Freienwalde), auch im Steinkohlengebirge (Potschappel) sowie in der Nähe von Solfataren und im Berei vulkanischer Gesteine (Vulkan von Herlich Insel Milo, Königsberg in Ungarn). Außerlich könnte man das leicht in Wasser lösliche Salz mit Federalaun verwechseln, allein es besteht nur aus schwefelsaurer Thonerde mit Wasser, Al S. 0O12 +18 H0½, entsprechend der Zusammensetzung aus 15,4 Thonerde, 36,0 Schwefelsäure, 48,8s Wasser. Alaunkrystalle bilden sich erst, wenn man die Solution des Salzes mit etwas schwefelsaurem Kali versetzt. Auch das Bittersalz wird mitunter H. genannt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 678Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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