FeedHansch (Anton)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Hansch (Anton), Landschaftsmaler, geb. zu Wien 24. März 1813, widmete sich anfangs der Kunstindustrie, besuchte dann die Schule Mößmers an der Akademie, und wurde im Landschaftsfache einer der beliebtesten Meister der wiener Schule. Sein eigentliches Gebiet ist das heimatliche Hochgebirge, dessen Reize er mit größter Unmittelbarkeit, ohne alle stilistische Verschönerung, wiedergibt. Dabei zeichnen sich seine Bilder durch Zartheit der technischen Behandlung aus, das Format ist meistens ein kleines. Seine spätern, räumlich größern Arbeiten sind breiter gehalten, erreichen aber nicht denselben Grad der Feinheit. Wohl das Vorzüglichste aber leistete er in seinen zahlreichen Olskizzen. Das Belvedere in Wien besitzt von ihm: unter den Linden am Chiemsee (1858), Gegend am Königssee (1849), die Jungfrau in der Schweiz (1853); die Galerie des Akademie in Wien: aus dem Salzkammergut; Erzherzog Karl Ludwig: aus dem berner Oberlande; außerdem sind seine Bilder bei vielen Privaten in Osterreich und auch in deutschen Galerien verbreitet. Im J. 1873 siedelte er nach Salzburg über und starb daselbst 8. Dez. 1876.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 831Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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