FeedHaushofer (Max)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Haushofer (Max), Landschaftsmaler, geb. in Nym — bei München 20. Sept. 1811, entwickelte sein Talent als Autodidakt und nahm sich die Natur allein zur Führerin. Obwohl es ihm 1835—37 vergönnt war, eine Reise nach Italien zu unternehmen, blieb er doch in der Wahl seiner Stoffe der Heimat getreu, indem er die Motive seiner Landschaften fast ausschließlich der bayr. Hochebene entnahm. H. erhielt 1844 einen Ruf als Professor an die Akademie zu Prag. Die kaiserl. Gemäldegalerie zu Wien besitzt sein großes Bild: die blaue Gumpe (Motiv aus dem Rainthal bei Partenkirchen); andere Werke sind der Sonntagsmorgen am Chiemsee, der Vierwaldstättersee, Frauen-Chiemsee, aus dem Böhmerwalde. H. ist der Maler des Binnensees, den er in schönen Momenten der Beleuchtung, in dunstiger Luftperspektive oder düster im drohenden Wetter meister aft schildert. Er starb in Starnberg 24. Aug. 1866.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 908Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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