Hartzer (Karl Ferd.), Bildhauer, geb. 22. 1838 in Celle, besuchte die Polytechnische Schule in Hannover, ging dann 1859 nach München als Schüler Widmanns, 1861 nach Nürnberg, wo Kreling wirkte, dann nach Dresden zu Schilling, dem er bei den Gruppen für die Brühlsche Terrasse half. Im J. 1864 trat er in Hähnels Atelier über. Nach einer einjährigen Studienreise in Italien siedelte sich H. 1869 in Berlin an, wo er mit mehrern in Rom entworfenen Arbeiten: Amor mit der Maske, und Amor und Satyr, auftrat, von denen erstere im Auftrage des Kaisers in Marmor für das königl. Schloß ausgeführt wurde, überdies mehrere Wiederholung erfuhr. Ferner entstanden das marmorne Denkmal des Okonomen Thaer für Celle (1872). die Bronzestatue des Komponisten Marschner für Hannover (1877), acht große Figuren für die Vorhalle des Treppenhauses der Nationalgalerie, zwei Kinderfriese, Malerei und Plastik darstellend, eine Reihe Reliefs u. s. w., die sitzende Figur der Geschichte auf dem Belle-Alliance-Platz, die Siegesdenkmäler für Bückeburg und Gleiwitz in Schlesien, 1883 das bronzene Standbild h1 für Kassel, für das Ständehaus in Hannover das Relief der Germania, welche Wissenschaft und Kunst beschützt (1879), die beiden großen Reliefs Germania und Berolina, in Bronzeguß ausgeführt für die Michaelkirchenbrücke in Berlin u. s. w. Außerdem ist die Zahl seiner Porträtbüsten eine große. H. gehörte anfänglich der idealistischen Richtung der dresdener Schule an, von der er sich in Berlin jedoch, den Spuren Begas' folgend, der modern-realistischen