FeedHaushofer (Karl)
NaturlehreBrockhaus 1882

Haushofer (Karl), Mineralog, geb. 28. April 1839 zu München, studierte von 1857 bis 1863 in Freiberg und München, habilitierte sich an der Universität in München als Privatdocent der Mineralogie und wurde bei der Gründung der dortigen technischen Hochschule zum Professor der Mineralogie und Eisenhüttenkunde ernannt. Im J. 1864 betrat er mit seinen Untersuchungen «über den Asterismus und die Ätzfiguren am Calcito eine Bahn, welche seither zu sehr wichtigen Resultaten auf dem Gebiete der Krystallphysit geführt hat. Der chem. Seite seiner mineralog. Arbeiten gehört ein Versuch «über die Konstitution der natürlichen Silicatev (Braunschw. 1874), sowie die Untersuchung über die Zersetzung des Granits durch Wasser an, während ihn in der neuesten Zeit das krystallographische Studium zahlreicher organischer Verbindungen beschäftigte. Ferner entwarf er unter anderm eine Reihe von geolog. Landschaftsbildern, die als Wandtafeln für den Unterricht herausgegeben wurden (Kassel). Mitbegründer des Deutschen Alpenvereins, führte er anfangs mehrere Jahre hindurch die Redaction der Zeitschrift dieses Vereins.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 908Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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