Hebert (Antoine Auguste Ernest), franz. Maler, geb. 3. Nov. 1817 zu Grenoble, kam 1835 nach Paris und gewann 1839 bei der akademischen Preisbewerbung mit seinem Tasso im Kerker den großen Preis. Er brachte dann eine Reihe von Jahren in Italien zu und widmete sich besonders dem ital. Sittenbild, dann auch der Porträtmalerei, mit weniger Glück der religiösen Historie. Die Malaria (1850, jetzt im Luxembourg) fand eine sehr günstige Aufnahme. Im J. 1853 erschien der Judaskuß (ebenfalls im Luxembourg). Les filles d'Alvito (1855), les foinarolles de San-Angelo (1857), les Cervarolles (1859), Rosa Néra à la fontaine (1863), le banc de pierre (1865), la Pastorella und la Lavandara (1869), la Muse populaire italienne (1870), la Madonna adorata (1873) sind Darstellungen einfacher Vorgänge aus dem Leben des Landvolks der Umgegend von Rom und Neapel, mit einem . Oeit 186 Anflug von schwermütiger Stimmung. Seit 1866 ist H. Mitglied des Instituts und Direktor der Académie de France zu Rom.