Leoniden, s. Sternschnuppen. Leoninische Stadt (Citta Leonina) nennt man denjenigen Teil der Stadt Rom, welchen Papst Leo IV. (847—855) mit Mauern gegen die Einfälle der Sarazenen umschließen ließ; er umfaßte das vatikanische Gebiet. Die Ringmauer, aus Tuff und Ziegeln gebaut, etwa 12 m hoch, hatte die Form eines Hufeisens; sie ging vom Grabmal des Hadrian (castellum) längs dem heutigen verdeckten Korridor, der aus dem Vatikan in die Engelsburg führt, gerade auf die Höhe des vatikanischen Hügels, wo nebst einem Teil der Mauern noch ein großer Eckturm steht; von diesem zog sie sich in südwestl. Richtung am Hügel hin und dann sich östlich wendend zurück bis zum Tiber, in der Gegend von Sto. Spirito 4 fef Der Umfang der mit drei Thoren (Porta Castelli, Porta Sancti-Peregrini und Porta Saxonum) versehenen Mauer betrug etwa 3 km. Die Erweiterung des vatikanischen Palastes und das Anwachsen des Borgo seit dem 15. Jahrh.“ haben die Mauer an mehrern Stellen durchbrochen, die Anlage der Bastionen bei der Engelsburg, auf der Höhe des vatikanischen Hügels und bei Sto. Spirito (16. Jahrh.) dieselbe entbehrlich gemacht und zum großen Teil zerstört.