Levy (Michel), namhafter franz. Buchhändler, von israel. Abkunft, geb. 20. Dez. 1821 zu Pfalzburg in Lothringen, kam schon früh nach Paris, wo er ein Lesekabinett und eine Verlagsbuchhandlung begründete, die sich zunächst auf Theaterstücke beschränkte, seit etwa 1850 aber so an Ausdehnung und Bedeutung gewann, daß die große Mehrzahl der hervorragendsten franz. Schriftsteller ihre Werke L. zum Verlag übergaben, so Dumas, Jules Janin, Balzac, V. Hugo, George Sand, A. de Vigny, E. de Girardin, Lamartine, Feuillet, Gautier, Karr, Scribe, Renan, Tocqueville, Guizot, Ampère, Michelet, Edgar Quinet, Paul Janet, Sainte-Beuve u. a. Auch suchte er namhafte Schriftsteller des Auslandes (Heine, Thackeray, Macaulay, Conscience u. a.) durch Übersetzungen ihrer Werke in Frankreich einzuführen. Von seinen zahlreichen Unternehmungen fand namentlich die Collection Michel L.o, welche die bedeutendsten neuern Romane enthält, eine außerordentliche Verbreitung. L. starb 6. Mai 1875 zu Paris. Inhaber des Geschäfts ist seitdem sein Bruder Calman L., welcher bereits 1846 Teilhaber geworden war.