FeedLichtsinn ist die Fähigkeit des Auges
TechnikBrockhaus 1882

Lichtsinn ist die Fähigkeit des Auges, Lichtdifferenzen zu unterscheiden. Er kann mit photometrischen Apparaten genau geprüft werden, und ist desto feiner je kleiner die unterscheidbaren Differenzen sind. Stark herabgesetzt ist der Lichtsinn bei gewissen Augenleiden, namentlich bei der Hemeralopie, der Netzhautablösung, den meisten Aderhautkrankheiten. „Lichtwer (Magnus Gottfr.), deutscher Fabeldichter, geb. zu Wurzen in Sachsen 30. Jan. 1719, studierte in W und Wittenberg die Rechte und trat dann an letzterm Orte als Privatdocent auf, bis ihn Kränklichkeit nötigte, die akademische Laufbahn aufzugeben. Er ging hierauf nach Halberstadt und wurde daselbst 1752 preuß. Regierungsrat, auch Mitglied der Landesdeputation, sowie Kanonikus zu St. Mauritius. Er starb 6. Juli 1783. Sein Hauptwerk sind die Vier Bücher Asopischer Fabeln » (Lpz. 1748), von denen viele noch jetzt zu den bessern Arbeiten in dieser Gattung gehören. Ein unrechtmäßiger, von Ramler vielfach veränderter Abdruck derselben (1761) hatte einen heftigen litterarischen Streit zwischen L. und Ramler zur Folge. L.s Lehrgedicht in fünf Büchern: „Das Recht der Vernunft (Lpz. 1758), eine poetische Entwickelung der Wolfschen Philosophie, ist unbedeutend. Seine 4&Schriften» gaben von Pott,. L.s Enkel, und Cramer (Halberst. 1828) heraus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 60Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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