FeedLippert (Phil. Dan.)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Lippert (Phil. Dan.), der Herausgeber der „Daktyliotheko, geb. zu Meißen 29. Sept. 1702, erlernte das Glaserhandwerk und fand dann in der meißener Porzellanfabrik Arbeit. Später wendete er sich nach Dresden, wo seine Methode des Planzeichnens so vielen Beifall fand, daß er 1738 beim Hauptzeughause und 1739 als Zeichenlehrer bei den königl. Pagen angestellt wurde. Die Bekanntschaft mit den Mischungen der meißener Porzellanmasse veranlaßte ihn, sich im Nachahmen alter Pasten zu versuchen. Er erfand eine eigene weiße Masse, der er neben einer fast unzerstörbaren Dauer einen vorzüglichen Glanz zu geben wußte. Die Abdrücke in dieser Masse vereinigte er in seiner Dactyliothecao, welche 3149 Abdrücke enthält, die in 57 Tabletten und in drei Bände verteilt sind (Bd. 1 u. 2, mit dem lat. Katalog von Christ, Lpz.1755 56; Bd. 3, mit Register von Heyne, Fol.; deutsch, Bd. 1 u. 2, von Thierbach, 1767, und das Supplement 1768, 4.). L. wurde 1765 Aufseher der Antiken bei der Akademie der Künste zu Dresden und starb daselbst 28. März 1785.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 103Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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