Löwen (Joh. Friedr.), deutscher Dichter, geb. 1729 zu Clausthal, studierte die Rechte, wirkte dann eine Zeit lang als Sekretär in Schwerin und war 1767 bei dem Versuche beteiligt, in Hamburg ein Nationaltheater zu errichten. Er starb 23. Dez. 1771/ als Registrator in Rostock. Man hat von ihm Lehrgedichte, Epigramme, Oden, Lieder, Cantaten, Romanzen, Erzählungen, poetische Episteln, Trauerspiele und Lustspiele. Das meiste Talent bekundete er in den Romanzeno, die als Vorläufer von Bürgers komischen Balladen zu betrachten sind. Seine «Schriftenv erschienen gesammelt in vier Bänden (Hamb. 1765—66). [Bd. I, S. 1711.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 200Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei