Ludwig III., röm. Kaiser, folgte seinem Vater, dem burgundischen Könige Boso, 887 unter der Vormundschaft seiner Mutter Irmgard, einer Tochter Kaiser Ludwigs II. Im J. 889 riß ein Graf Rudolf den nördl. Teil von Burgund als ein besonderes Königreich für sich los. In Italien war nach dem Tode Ludwigs II. erst Karl der Kahle, dann Guido von Spoleto zum Könige und Kaiser erhoben worden, dem 894 sein Sohn Lambert in beiden Würden nachfolgte. Dieser verglich sich 896 mit dem alten Gegner seines Vaters Berengar I. dahin, daß sie sich das Land teilten. Nach Lamberts Tode 898 riefen nun seine Anhänger L. herbei, der nach einem im J. 899 mißglückten Versuche 900 wieder kam und 6. Febr. 901 in Rom zum Kaiser gekrönt ward. Er wurde aber von seinen Anhängern schlecht unterstützt, in Verona von Berengar gefangen, geblendet und 905 nach Burgund entlassen, wo sich sein Vetter Hugo zum thatsächlichen Regenten und nach L.s Tode (917) zum Könige machte.