Ludwig III. oder das Kind, der Sohn des deutschen Königs Arnulf (s. d.), geb. 893, erhielt 900, obgleich erst sechs Jahre alt, die Krone. Die Regierung leiteten vorzüglich der Erzbischof Hatto von Mainz und der Bischof Salomo von Konstanz. Sie konnten aber nicht hindern, daß die Ungarn durch furchtbare Raubzüge das Reich verheerten; 907 unterlag ihnen Markgraf Liutpold mit den Bayern, 908 Herzog Burchard von Thüringen, 910 die Franken und die Schwaben. Dabei wüteten fortwährend innere Kriege, von denen die Babenberger Fehde 906 mit der Hinrichtung Adalberts von Babenberg endigte. In der allgemeinen Anarchie entstanden im Gegensatz zur alten Reichsverfassung die Herzogtümer, welche L.s Nachfolger Konrad I. vergeblich zu beseitigen suchte. L. starb 911 unvermählt, und mit ihm erlosch der karolingische Stamm in Deutschland. (S. Karolinger.)