Lydos (eigentlich Joannes Laurentios, mit dem Beinamen der Lydier), geb. zu Philadelpheia in Lydien 490 n. Chr., kam im 21. Lebensjahre nach Konstantinopel, gelangte daselbst zu höhern Amtern und erhielt 552 seine Entlassung. Er starb um 565. Seine Werke haben Wert für die Altertumswissenschaft durch das in ihnen enthaltene, zum Teil auf gute Quellen zurückgehende Material. Erhalten sind von L. neben Auszügen seiner Schrift De mensibuso (herausg. von Schow, Lpz. 1794 und mit Kommentaren von Röther, Darmst. 1827) die Schrift De ostentiso (herausg. mit dem Fragment von De mensibus v von Hase, Par. 1824, und von Wachsmuth, Lpz. 1863), und das Werküber die Magistrate des röm. Volksolherausg. von Fuß, Par. 1812). Eine Gesamtausgabe lieferte Bekker (Bonn 1837).