FeedMagnus (Eduard)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Magnus (Eduard), deutscher Porträtmaler, geb. 7. Jan. 1799 zu Berlin, besuchte zuerst die Bauakademie daselbst und wandte sich dann, wesentlich als Autodidakt, der Malerei zu. Den bedeutendsten Eindruck machte Italien und namentlich Rom auf ihn, wo er 1826—31 sich zweimal längere Zeit aufhielt. Später entstanden das durch den Mandelschen Stich verbreitete Bild der beiden im Sonnenschein spielenden Kinder, das Landmädchen und der Fischerknabe von Nizza (gestochen von Trossin) u. a. M. wurde 1837 Mitglied der Akademie, 1844 Professor. Erst in den vierziger Jahren trat er als Porträtmaler von Fach in Berlin auf. Seine Bildnisse zeichnen sich durch Naturwahrheit und große Lebendigkeit des Ausdrucks aus. Als hervorragende Beispiele sind anzuführen die Porträts von Jenny Lind (jetzt in der Nationalgalerie), Henriette Sontag, der Prinzessin (etzigen Königin) von Preußen, vieler Mitglieder des königl. Hauses. Er schrieb cüber Einrichtung und Beleuchtung von Räumen zur Aufstellung von Gemälden und Skulptureno (Berl. 1864) und «Die Polychromie vom künstlerischen Standpunkt» (Bonn 1872). M. starb zu Berlin 8. Aug. 1872.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 345Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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