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GeschichteBrockhaus 1882

Malmaison, Lustschloß, 6 km westlich von Paris, im Mittelalter ein Meierhof, Mala mansio genannt, weil nicht weit davon im 9. Jahrh. die normann. Seeräuber landeten. Das vielfach veränderte Schloß wurde 1798 von Josephine Beauharnais gekauft und war Lieblingsresidenz Bonapartes und der Kaiserin Josephine, die hier 29. Mai 1814 starb. Nach der Schlacht bei Waterloo zog sich Napoleon I. dahin zurück und unterzeichnete daselbst seine zweite Abdankung. Das Schloß verödete während der Restauration. Es gehörte damals dem Prinzen Eugen von Leuchtenberg, der es 1826 an den schwed. Bankier Hagermann verkaufte; 1842 wurde M. von der Königin Marie Christine von Spanien erworben, 1861 aber von Napoleon III. zurückgekauft und zum Teil restauriert; 1877 wurde das Schlößchen Privateigentum.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 387Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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