FeedMarchfeld
ErdkundeBrockhaus 1882

Marchfeld heißt die zum Erzherzogtum Ssterreich unter der Enns gehörige Ebene, welche sich, Wien gegenüber, in der Ecke zwischen der Donau und untern March ausbreitet, und zwar an dem linken Ufer der erstern von den Bisambergen unweit Korneuburg ostwärts bis zur Mündung der letztern 60 km, nordwärts etwa 20 km weit bis ngegen Bockfließ. Sie ist ein weites, offenes, kahles »Blachfeld, ohne Hügel, nur von spärlichen Ortschaften belebt, periodisch von den Fluten der durch die Donauschwellen aufgestauten March bedeckt. neuester Zeit sind große Pläne zur Bewässerung des M. in Angriff genommen worden. Denkwürdig s.ist das M. durch zwei hier gelieferte Schlachten. nAm 13. Juli 1260 schlug hier, bei dem Dorfe Kroissenbrunn, 10 Em nordwestlich von der Marchmündung, König Ottokar von Böhmen den König Bela IV. von Ungarn und eroberte die Steiermark, die seitdem bei Deutschland blieb. In der zweiten

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 436Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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