Maxentius, röm. Kaiser, der Sohn des Maximianus (s. d.), wurde 27. Okt. 306 in Rom von den Prätorianern zum Augustus erhoben und von dem Volke und Senat zu Rom, die der Oberkaiser Galerius durch eine Schatzung erbittert hatte, anerkannt. Severus, den Galerius gegen M. und dessen Vater, der sich mit ihm verband, sendete, mußte sich dem letztern ergeben und wurde durch M. (307) getötet; auch der Feldzug, den Galerius selbst 307 gegen M. unternahm, scheiterte. Bald nachher entzweite sich M. mit seinem Vater, der vor ihm nach Gallien floh, und lebte nun in üppigkeit und Grausamkeit in Rom. Das Glück, mit welchem eine Empörung der Afrikaner 311 durch seinen Feldherrn nachdrücklich und blutig unterdrückt wurde, reizte ihn zur Kriegserklärung gegen Konstantin d. Gr., an dem er den Tod seines Vaters rächen zu wollen vorgab. Während nun Konstantin 312 in Italien eindrang und die Feldherren des M. bei Turin und Verona schlug, lag dieser mit einem gewaltigen Heere unthätig in Rom. Erst nachdem Konstantin die unbesetzten Pässe des Apennin überstiegen hatte, rückte er ihm unvorsichtig entgegen, wurde in der großen Schlacht bei Saxa Rubra an dem Tiber, ungefähr neun Miglien nordwärts von Rom, am 27. Okt. 312 geschlagen und ertrank im Tiber im Alter von 30 Jahren.