Megaskop oder Wunderkammer heißt eine Art Zauberlaterne (s. Laterna-magica), welche gestattet, von undurchscheinenden größern Gegenständen, wie z. B. vom Zifferblatte einer Uhr für nächtliche Zeitanzeigen, von Naturobjekten, wie Muscheln u. dgl., oder von Photographien, Holzschnitten u. dgl. vergrößerte Bilder auf eine entfernte weiße Wand zu werfen. Da die Objekte des M. das Licht nicht durchlassen, so müssen sie von vorn beleuchtet werden, was in der Weise geschieht, daß man den zu projizierenden Gegenstand direkt gegenüber den bilderzeugenden Linsen aufhängt und durch einen seitlich angebrachten Beleuchtungsapparat an seiner vordern Seite stark erhellt. Krüß in nso Tald liefert seit 1867 gut konstruierte M., ebenso Talbot in Berlin und Stöhrer in Leipzig (ogl. dessen Schrift Die Projektion physikal. Experimente und naturwissenschaftlicher Photogramme », Lpz. 1876). Das M. fand auch für die Projektion in chemischen Vorlesungen Anwendung.