FeedMilutinovié (Sima, d. i. Simeon)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Milutinovié (Sima, d. i. Simeon), namhafter serb. Dichter, geb. 15. (3.) Okt. 1791 in Sarajewo, führte während der Befreiungskämpfe Serbiens ein unstetes, oft gefährdetes Leben in Serbien, der Walachei, Widdin, zuletzt in Bessarabien. Er besang dann diese Kämpfe in einem episch-lyrischen Liedercyklus, zu dessen Druck er sich nach Leipzig begab: Serbijanka (Die Serbino, 4 Bde., 1826). Hierauf brachte M. fünf Jahre (1827—32) in Montenegro zu und lebte zuletzt vorwiegend in Belgrad, wo er 11. Jan. 1848 (neuen Stils) starb. Neben seinen Gedichten, Dramen, sind noch zu nennen seine zwei Sammlungen montenegrinischer Volkslieder, die er unter dem Pseudonym Cubro Cojkovié herausgab (Ofen 1833 u. Lpz. 1837), ferner eine „Geschichte Montenegroso (Velgrad 1835) und eine «Geschichte Serbiens in den J. 1813 —155 (Lpz. 1837), beide in serb. Sprache. NMilvus (lat.), der Milan oder die Weihe.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 733Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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