Möller (Eduard von), preuß. Staatsbeamter, geb. 3. Juni 1814 zu Minden, studierte in Heidelberg und Berlin die Rechte, trat dann in den preuß. Staatsdienst und wurde 1841 Landrat in Simmern. Nachdem er in der Folge im Ministerium des Innern die Gemeindeordnung für die Rheinprovinz bearbeitet, wurde er 1844 Staatsmitglied der Köln-Mindener Eisenbahndirektion und königl. Eisenbahnkommissar für die westl. Provinzen, 1848 Regierungspräsident und Vertreter des Oberpräsidenten der Rheinprovinz und 1849 Regierungspräsident in Köln. Im J. 1866 erfolgte seine Ernennung zum Administrator von Kurhessen, 1867 zum Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau; 1871 — 79 war er dann Oberpräsident von Elsaß-Lothringen, seit Okt. 1876 auch für Preußen Mitglied des Bundesrats. Wie in Hessen-Nassau, hat M. auch in Elsaß-Lothringen die Reorganisation der Verwaltung mit großem Geschick durchgeführt. Er trat 1. Okt. 1879 von seinem Posten zurück und starb 2. Nov. 1880 in Kassel. Vgl. Schricker, «Eduard von M.» (Kassel 1881).