Ruthenium (chem. Zeichen Ku; Atomgewicht 104), ein von Claus 1845 in dem russ. und amerik. Platinerz entdecktes Metall. Es erscheint, nachdem es von dem Platin, Palladium, Iridium, Osmium und Rhodium getrennt worden, als ein metalllänzender, grauweißer, poröser, dem Iridium ähnlicher Körper, ist spröde, nächst dem Osmium am schwersten schmelzbar von allen den genannten Platinmetallen, in Säuren fast unlöslich und von 11½ bis 11,4 spezifischem Gewicht. Unter allen Platinmetallen hat das R. die größte Neigung, sich mit Sauerstoff zu verbinden. Mit Schwefel verbunden findet sich das R. in kleiner Menge in der Natur in dem Mineral Laurit.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 37Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei