Saarburg in Lothringen, Kreisstadt im elsaß-lothring. Bezirk Lothringen, an der Saar, in geringer Entfernung von dem Rhein-Marnekanal und dem Südende des Saarkanals, und an den Linien Straßburg-Deutsch-Avricourt und S.⸗ Saargemünd der Elsaß-Lothringischen Eisenbahnen, 95 km südöstlich von Metz, 62 km nordwestlich von Straßburg, ist Sitz einer Kreisdirektion, eines Amtsgerichts, hat ein Gymnasium, eine höhere Töchterschule und ein Pensionat, geleitet von Schwestern der christl. Lehre, und zählt (1885) 3861 E., die lebhaften Handel treiben. Eine alte steinerne Brücke von drei Bogen über die Saar verbindet den ältern mit dem neuern Stadtteile. S., das röm. Pons Saravi, später Kaufmanns-Saarbrück genannt, gehörte im Mittelalter zum Bistum Metz, dann zu Lothringen, gelangte 1616 an Frankreich, 1871 an Deutschland und war 13. Aug. 1870 Hauptquartier des Kronprinzen von Preußen. Die alten Befestigungen, von welchen noch erhebliche Reste stehen, wurden durch den Markgrafen Albrecht von Brandenburg 1582 zerstört. — Der Kreis Saarburg zählt auf 1008 qkm (1880) 60 989 CE.