Sabine (Edward), engl. Physiker und Mathematiker, geb. 14. Okt. 1788 zu Dublin, machte sich zuerst bekannt durch seine Beteiligung an der zur Auffindung der Nordwestpassage unternommenen arktischen Entdeckungsreise von Roß und Parry (1818—19), auf der ihn namentlich Beobachtungen der magnetischen Verhältnisse und der Pendelschwingungen beschäftigten. Zur Fortsetzung der letztern befuhr er 1822 die Küsten von Afrika und Amerika und drang 1823 bis nach Hammerfest, Spitzbergen und Grönland vor. Die Resultate seiner Forschungen legte er in verschiedenen Aufsätzen nieder, die in den Philosophical Transactionsv erschienen, sowie in der Schrift A pendulum expeditiono (Lond. 1825). Ahnliche Zusammenstellungen machte er auch bezüglich des Erdmagnetismus, wobei er die Begründung der Gaußschen Theorie wesentlich beförderte, indem er die Ergebnisse der Beobachtungen von Erman und Hansteen 1828—30 in seinem Report on the variations of the magnetic intensity, observed at different points on the earth's surfaces (Lond. 1838) bekannt machte und graphisch darstellte. Noch wichtiger waren seine Bemühungen um die Herstellung eines großartigen Systems meteorolog.⸗ magnetischer Observatorien in den engl. Kolonien, welche für die Erforschung des Erdmagnetismus epochemachend waren und lange unter seiner Oberleitung standen. Über diese Observatorien veröffentlichte er verschiedene Schriften. S. wurde 1837 zum Major, 1851 zum Oberst, 1859 zum Generalmajor und 1865 zum Generallieutenant befördert. Die Royal-Society wählte ihn 1850 zum Vizepräsidenten, 1861 zum Präsidenten, ein Posten, den er erst 1871 niederlegte. S. war einer der Begründer der British association for the advancement of sciencen; auch schrieb er On the cosmical features of terrestrial magnetismy (Lond. 1862). Er starb 26. Juni 1883 in Richmond.