Sackmann (Jobst), originell burlesker Prediger in plattdeutscher Mundart, geb. 1643, starb 1718 zu Limmer bei Hannover, wo er zuletzt angestellt war. S.s plattdeutsche Predigten zeichneten sich durch drollige, oft in Derbheit übergehende Naivetät aus. Sie wurden nachgeschrieben und nach seinem Tode herausgegeben (7. Aufl., Celle 1860). Besonders berühmt ist die Leichenrede auf seinen Schulmeister Michel Wichmann.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 96Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei