FeedSafranin
NaturlehreBrockhaus 1882

Safranin, ein im J. 1868 von dem Engländer Perkin entdecktes rotes Teerpigment, welches bereits eine . n Wichtigkeit erlangt und sich in der Baumwoll⸗ und Seidenfärberei als Surrogat für Saflor eingebürgert hat. Es ist von gelbroter Farbe und kommt im Handel entweder in fester Form oder als Teig (en päte) vor. Man erhält das S. durch successive Behandlung von Anilin (s. d.) mit salpetriger Säure und Arsensäure. Nach Untersuchungen von A. W. Hofmann und A. Geyger 1872) steht das S. in naher Beziehung zu dem auvein, d. h. der in dem Anilinviolett sich sindenden Base, nach den Forschungen von O. Witt in London (1878) gehört dagegen das S. zu den gefärbten Diazokörpern, welche wie das Chrysoidin und das Tropäolin in vielen Fällen die Anilinfarben bereits verdrängt haben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 100Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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