Sarbiewski (Matthias Kasimir), lat. Sarbievius, lat. Dichter des 17. Jahrh., der sarmatische Horaz genannt, geb. 1595 auf dem väterlichen Landgute Sarbiewo in der Wojwodschaft Plock, wurde, nachdem er frühzeitig in den Jesuitenorden getreten war, Lehrer an der Akademie zu Wilna, begab sich 1623 nach Rom und empfahl sich hier durch seine lateinischen, im antiken Geiste gedichteten Oden dem Papst Urban VIII. so sehr, daß dieser ihm bei der Verbesserung des Breviers die Anfertigung von Hymnen übertrug. Nach seiner Rückkehr ins Vaterland wurde er Hofprediger und steter Begleiter des Königs Wladislaw IV. und starb 2. April 1640 zu Warschau. Seine Gedichte Lyricorum libri IIIo erschienen zu Köln (1625), zu Antwerpen (1634) und in einer verbesserten Ausgabe von Leisner (Bresl. 1753), zu welchen Ausgaben die von Bohomolec (Warsch. 1769) herausgegebenen «Opera posthumav einige Nachträge enthalten, unter anderm auch ein Bruchstück eines epischen Gedichts Lechiasy. Eine Ausgabe mit deutscher übersetzung besorgte Rathsmann (Bresl. 1800); Auserlesene Oden des 1. und 2. Buchso übersetzte Rechfeld ins Deutsche (Grätz 1831); eine neue Ausgabe gab Friedemann in der „Bibliotheca poetarum Latinorum aetatis recentiorisd (Bd. 1, Tl. 1, Lpz. 1840). Vgl. Langbein, „(Commentatio de S. vita etc.„ (Dresd. 1754) Kolanowski, De Sarbieriop (Berl. 1842).