Saucken-Julienfelde (August von), Bruder des vorigen, geb. 10. Sept. 1798, diente 1815—22 in der Armee und übernahm dann die Verwaltung des ererbten Gutes Julienfelde (Kreis Darkehmen). Seit 1843 Mitglied des Provinziallandtags, gehörte er 1847 auch dem ersten Vereinigten Landtage an, wo er sich der von Georg von Vincke geleiteten Opposition anschloß. Im J. 1849 in die Zweite Kammer gewählt, nahm er hier besonders an den Verhandlungen über die Verfassungsfrage hervorragenden Anteil. Im J. 1866 schloß er sich als Mitglied des Abgeordnetenhauses der nationalliberalen Partei an und starb im Jan. 1873. Sein Sohn Konstanz von S., geb. 10. Juli 1826, studierte in Königsberg die Rechte und arbeitete dann als Auskultator und Referendar am dortigen Stadtgericht. Im J. 1857 schied er aus dem Justizdiensie, um die Verwaltung des väterlichen Gutes Aenn und später Julienfelde zu übernehmen. In den J. 1858—62 und 1869—82 gehörte er dem preuß. Abgeordnetenhause und 1874 —78 für den Kreis Insterburg-Gumbinnen dem Reichstage an. In beiden parlamentarischen Körperschaften schloß er sich der Fortschrittspartei an.