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GeschichteBrockhaus 1882

Schele von Schelenburg (Eduard Friedr. August von), hannov. Staatsmann, geb. 23. Sept. 1805, studierte in Göttingen die Rechte und trat dann in den hannov. Staatsdienst. Seit 1835 in dem Ministerium des Auswärtigen beschäftigt, wurde S. 1838 Legationsrat, 1840 Staatsrat, 1841 Kabinettsrat. Im J. 1845 ernannte ihn der König zum Mitglied der Ersten Kammer. König Georg V. berief ihn im Nov. 1851 an die Spitze eines neuen Kabinetts. In dieser Stellung bekämpfte er jedoch die Prätensionen der Ritterschaften und suchte zwischen den Ständen und den Provinziallandschaften Versöhnung anzubahnen. Die ritterschaftlichen Umtriebe hatten 21. Nov. 1853 seine Entlassung zur Folge. S. übernahm hierauf die Generaldirektion der Thurn und Taxisschen Posten zu Frankfurt a. M., in welcher Stellung er bis 1866 verblieb. Er starb 14. Febr. 1875 in Frankfurt a. M. Sein Vater Georg Victor Friedrich Dietrich, Freiherr von S., geb. 1771 zu Schelenburg, wurde 1824 zum hannov. Geheimrat und zum Präsidenten des Obersteuer⸗ und Schatzkolleiums ernannt. Als Ernst August 1837 den hannov. Thron bestieg, erfolgte (29. Juni) die Ernennung Ses zum Staats⸗ und Kabinettsminister, in welcher Stellung er sofort die Aufhebung des Staatsgrundgesetzes von 1833 in Angriff nahm. Nachdem S. im Juni 1844 von dem Ministerposten abgetreten, starb er 5. Sept. 1844.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 317Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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