FeedSchelhorn (Joh. Georg)
ReligionBrockhaus 1882

Schelhorn (Joh. Georg), der Altere, Theolog und Litterarhistoriker, geb. zu Memmingen 8. Dez. 1694, studierte zu Jena und Altdorf und wurde 1718 in seiner Vaterstadt Konrektor an der Stadtschule und Stadtbibliothekar. Im J. 1732 erhielt er die Predigerstelle zu Buxach und Hardt unweit Memmingen und 1734 erfolgte seine Zurückberufung als Stadtpfarrer nach Memmingen, wo er 1754 Superintendent wurde und 31. März 1773 starb. Sein Hauptwerk: (Amoenitates litterariaes (14 Tle., Frankf. u. Lpz. 1725—34; 2. Aufl., Tl. 1—4, 1737—38), ist noch jetzt geschätzt und eine Fundgrube litterarhistor. Gelehrsamkeit. Außer vielen theol. Abhandlungen erschienen von ihm noch: De antiquissima Latinorum bibliorum editione diatribev (Ulm 1760) und &Acta historico- Auch gab er des Kardinals Quirini Liber singularis de optimorum scriptorum editionibus quae Romae primum prodierunto mit Anmerkungen heraus (Lindau 1761). Johann Georg S., der Jüngere, zeichnete sich ebenfalls in der Theologie, Litteraturges chichte und Bibliographie aus. In Memmingen 4. Dez. 1733 geboren, studierte er in Göttingen und Tübingen, wurde 1756 Pfarrer in Burach und Hardt, dann in Memmingen Prediger an der Martinskirche und Stadtbibliothekar, 1793 Superintendent. Er starb daselbst 22. Nov. 1802. Er veröffentlichte: Anleitung für Bibliothekare und Archivareꝝv (2 Bde., Ulm 1788—-91), 4Beiträge zur Erläuterun der Geschichter (4 Stücke, Stett. 1772—75) und «Kleine histor. Schriften (2 Bde., Memming. 1788 -89).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 317Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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