Schichtung nennen die Geologen die Absonderung der Gesteine in unter sich parallele Platten (Schichten), falls sich voraussetzen läßt, daß diese Platten eine nach der andern, gewöhnlich durch Ablagerung aus Wasser, übereinander gebildet worden sind. Gesteine, welche auf diese Weise entstandene S. zeigen, pflegt man Schichtgesteine oder Sedimentärgesteine zu nennen. Es ist oft geologisch wichtig, die Lage der Schichtebenen zu bestimmen; dies geschieht durch Beobachtung und Messung des sog. Streichens und Fallens der Schichten. Man nennt nämlich bei nicht horizontalliegenden Schichten eine in ihrer Ebene gedachte Horizontallinie die Streichlinie oder das Streichen, und diejenige Linie, welche der stärksten Neigung der Schicht folgt, die Falllinie oder das Fallen. Beide durchschneiden sich notwendig unter rechtem Winkel. Die Schichten sind aber oft sehr gebogen und geknickt, und dann hat die Bestimmung ihres Streichens und Fallens wenig Wert. Wo mehrere Schichten ungestört übereinander liegen, da ist notwendig jede obere Schicht etwas neuerer Entstehung als irgend eine untere; man kann deshalb aus ihrer gegenseitigen Lage ihr relatives Alter bestimmen, worauf auch ursprünglich die Feststellung des relativen Alters aller sedimentären Formationen beruht.