Schick (Gottlieb), bedeutender deutscher Historienmaler, geb. 15. Aug. 1779 in Stuttgart, wurde von Hetsch in der Malerei, im Modellieren von Dannecker unterrichtet. Im Alter von 19 J. ging er zu David nach Paris, um von dessen glänzender Technik zu lernen, ohne sich in seiner Individualität irre machen zu lassen. Als Frucht der pariser Studien erscheint sein erstes selbständiges Bild Eva (Museum zu Köln). Im J. 1802 ging S. nach Rom. Sein erstes größeres Bild in Rom, David vor dem erzürnten Saul (1803, stuttgarter Museum), erregte allgemeine Bewunderung. Sodann malte er Noahs Dankopfer (1805 vollendet), ein Werk, ausgezeichnet durch Natürlichkeit und ideale Wahrheit. In Rom wurde Carstens für seine Kunst das wichtige Vorbild. Ein lebensgroßes Porträt der Tochter W. von Humboldts, in dessen Hause zu Rom er heimisch geworden war, erinnert in der Lercoderrenter Durchführung an die Bildnisse der großen Meister. Eine seiner gelungensten Arbeiten war (ebenfalls im stuttgarter Museum) sein Apoll unter den Hirten (1807 vollendet), ein Bild voll heiterster Schönheit (von Rist und von Funke gestochen, von C. Schmidt lithographiert, neuer dings durch Photographie verbreitet). Nach der Gemäldeausstellung von 1809 auf dem Kapitol überreichten ihm ital. und franz. Künstlerdeputationen den Preis und die Ehrenkrone. Im Herbst 1811 in die Heimat zurückgekehrt, starb er schon 11. April 1812 in seiner Vaterstadt. Das Deutsche Kunstblatty von 1858 veröffentlichte von ihm, nach einer Skizze gestochen, einen träumenden Jesus, ein Produkt aus S.s letzter Zeit. Sein Briefe sind abgedruckt in Haakhs «Beiträgen aus Württemberg zur neuern deutschen Kunstgeschichtes (Stuttg. 1863).